Klimawandel – Wir sind die Ursache.

Wie im vorhergegangenen Artikel geschrieben: die Wissenschaft ist sich einig: menschliche Aktivitäten haben den aktuell stattfindenden Klimawandel zum allergrößten Teil verursacht und treiben ihn weiter an. Die Menschheit verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt.
Der natürliche Treibhauseffekt
Einige Spurengase und Partikel in der Atmosphäre sorgen dafür, dass ein Teil der Sonnenenergie nicht sofort wieder ins Weltall abgestrahlt wird. Diese Gase werden Treibhausgase genannt, ihre Wirkung ist der Treibhausgaseffekt. Kurz und vereinfacht: Die Sonnenenergie kommt als kurzwellige Strahlung auf der Erdoberfläche an und erwärmt sie. Die warme Erdoberfläche gibt die Energie als langwellige Wärmestrahlung ab. Die Treibhausgase haben die besondere Eigenschaft, diese Wärmestrahlung zu streuen und sie dadurch in der Atmosphäre zu halten. Die wichtigsten Treibhausgase sind Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Der natürliche Treibhauseffekt sorgt für eine globale Durchschnittstemperatur von ca. 14 °C und macht die Erde für Menschen erst bewohnbar; ohne Treibhausgase wäre die Oberflächentemperatur der Erde im Mittel etwa minus 18 °C. Diese grundsätzlichen Zusammenhänge sind seit mehr als 150 Jahren bekannt; sie sind unumstritten und durch zahlreiche Experimente und Messungen belegt.[1]
Der menschengemachte Treibhauseffekt
Seit Beginn der Industrialisierung am Ende des 18. Jahrhunderts, also seit mehr als 200 Jahren, nimmt die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre erst langsam, dann immer schneller zu. Kohlendioxid entsteht durch die Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger, die im Laufe der Erdgeschichte entstanden sind („fossile Energieträger“) – vor allem Kohle, Erdöl und Erdgas. Die Hauptquellen von Methan sind die intensive Landwirtschaft, insbesondere die Nutztierhaltung, und die Nutzung fossiler Energieträger. Lachgas wird vor allem in der Landwirtschaft zusätzlich freigegeben, z. B. durch den Einsatz von Kunstdünger.[2] Treibhausgase wurden und werden auch durch das Abholzen oder Abbrennen großer Waldflächen, das Trockenlegen von Mooren und die veränderte Nutzung von Böden freigesetzt. Zudem gibt es dann weniger Wälder und Moore, die Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und binden können.
Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre lag 2024 im Jahresmittel bei 422,8 µmol/mol (oder ppm), gemessen an der Referenzstation Mauna Loa auf Hawaii und repräsentativ für die Nordhalbkugel).[3] Dies bedeutet eine Zunahme um 50 % gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung. Besonders steil war der Anstieg in den vergangenen drei Jahrzehnten.[4] Die CO2-Konzentration liegt damit viel höher als jemals zuvor in den zurückliegenden 800.000 wahrscheinlich sogar drei Millionen Jahren.[5] Auch die Konzentration der anderen bekannten Treibhausgase steigen in der Atmosphäre an. So erreichte Methan im Jahresmittel 2024 mit 1930 ppb bereits rund das Zweieinhalbfache des vorindustriellen Niveaus.[6] Die Konzentration von Lachgas in der Atmosphäre hat seit Beginn der Industrialisierung von 270 ppb auf 338 ppb zugenommen.[7]
Durch die zusätzlich von Menschen in die Atmosphäre eingebrachten Treibhausgase wird immer weniger Energie zurück ins Weltall reflektiert; in der Folge ist im gesamten Klimasystem zusätzliche Energie vorhanden. Im Mittel verbleiben davon nur rund 1,3 % in der Atmosphäre, 2,7 % werden in den Eisflächen, 5 % in der Erdoberfläche gebunden und etwa 91 % werden von den Weltmeeren aufgenommen.[8]
Kann etwas anderes die Ursache für die globale Erwärmung bzw. den steigenden Treibhauseffekt sein?
Nein. Natürliche Ursachen sind nach heutigem Stand der Wissenschaft ausgeschlossen.[9]
Die Sonne? – Nein, der Einfluss der natürlichen Intensitätsschwankungen der Sonne auf das Klima ist schon seit Jahrzehnten viel kleiner als der Einfluss des Menschen. Messungen zeigen, dass die von der Sonne kommende Energie seit etwa 1960 langsam abnimmt. Die Temperatur von Luft und Meeren auf der Erde steigt jedoch im gleichen Zeitraum stark an.[10]
Die Vulkane? – Nein, vulkanischen CO2-Emissionen waren etwa hundertmal geringer als die menschengemachten Emissionen.[11] Bei Vulkanausbrüchen freigesetzte Aerosole haben einen kühlenden Effekt auf die bodennahen Luftschichten, allerdings über einen Zeitraum von wenigen Jahren.[12]
[1] IPCC 2021 – https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/outreach/IPCC_AR6_WGI_SummaryForAll_German.pdf
[2] IPCC 2019 – https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/sites/4/2020/08/05_Chapter-2-V3.pdf
[3] NOAA 2025 – https://gml.noaa.gov/webdata/ccgg/trends/co2/co2_annmean_gl.txt
[4] IPCC 2021 – https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/report/IPCC_AR6_WGI_Chapter07.pdf
[5] IPCC 2014 – https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-AR5_SYR_barrierefrei.pdf
[6] Climate change tracker 2025 – https://climatechangetracker.org/methane/yearly-atmospheric-methane-ch4
[7] NOAA 2025 – https://gml.noaa.gov/ccgg/trends_n2o/
[8] IPCC 2021 – https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/report/IPCC_AR6_WGI_Chapter07.pdf
[9] IPCC 2021 – https://www.de-ipcc.de/media/content/AR6-WGI-SPM_deutsch_barrierefrei.pdf
[10] SILSO – Solar Influences Data Analysis Center, Royal Observatory of Belgium (2026) Yearly mean and monthly smoothed sunspot number | SIDC
[11] IPCC 2021, AR6, WG1, Kap. 1.3.3.
[12] IPCC 2021, AR6, WG 1, Kapitel 2.2.2
Klimawandel – Die Fachleute sind sich einig.

Bei den wesentlichen Grundaussagen zum Klimawandel - insbesondere, dass sich die Erde seit Jahrzehnten erwärmt und dass menschliche Aktivitäten die Hauptursache dafür sind – gibt es einen sehr soliden Konsens in der Fachwelt.
Die erste größere Untersuchung zu diesem Konsens wurde vor 22 Jahren (2004) durchgeführt [1]. Dabei wurde die Fachliteratur zur Klimaforschung aus 10 Jahren (1993-2003) ausgewertet. Drei Viertel der Studien stützen den Konsens, ein Viertel machte keine Aussage dazu, weil sie sich mit methodischen oder erdgeschichtlichen Fragen befassten. Keine der insgesamt 928 untersuchten Studien widersprach den oben genannten Grundaussagen. Fazit war, dass viele Details zu den Zusammenhängen in unserem Klimasystem noch nicht vollends verstanden werden und es vielen Gründe gibt, weiter zu forschen. Aber es herrscht wissenschaftlicher Konsens über die Realität des menschengemachten Klimawandels.
Zahlreiche, voneinander unabhängige Studien zum wissenschaftlichen Konsens bestätigten diesen klaren Befund. [2][3][4][5] Besonders umfassend hat der Geologe James Powell den wissenschaftlichen Konsens untersucht – er analysierte 54.195 Artikel aus der Zeit 1991-2015 und kam zum Ergebnis, dass 99,94 % der Wissenschaftler*innen der Überzeugung sind, dass der Mensch für den gegenwärtigen Klimawandel hauptverantwortlich ist. [6]
Die Einigkeit der Wissenschaft wird zusätzlich untermauert durch die große Anzahl an Wissenschaftsorganisationen, die sich zustimmend positionieren und in regelmäßigen gemeinsamen Erklärungen und Stellungnahmen die aktuellen Erkenntnisse bekräftigen und dazu auffordern, die Anstrengungen im Klimaschutz deutlich und schnell zu erhöhen.
[1] Naomi Oreskes (2004): The Scientific Consensus on Climate Change. Science Vol 306, Issue 5702, page 1686. DOI: 10.1126/science.1103618
[2] Doran, P. T., and M. K. Zimmerman (2009), Examining the Scientific Consensus on Climate Change, Eos Trans. AGU, 90(3), 22–23, doi:10.1029/2009EO030002.
[3] W.R.L. Anderegg, J.W. Prall, J. Harold, & S.H. Schneider, (2010): Expert credibility in climate change, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 107 (27) 12107-12109, https://doi.org/10.1073/pnas.1003187107.
[4] Bart Verheggen, Bart Strengers, John Cook, Rob van Dorland, Kees Vringer, Jeroen Peters, Hans Visser, and Leo Meyer (2014): Scientists’ Views about Attribution of Global Warming. Environmental Science & Technology 2014 48 (16), 8963-8971, DOI: 10.1021/es501998e.
[5] John Cook, Dana Nuccitelli, Sarah A Green, Mark Richardson, Bärbel Winkler, Rob Painting, Robert Way, Peter Jacobs and Andrew Skuce (2013): Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature. Environ. Res. Lett. 8 024024, DOI 10.1088/1748-9326/8/2/024024.
[6] Powell 2016, Bulletin of Science, Technology & Society, 36(3), 157-163. doi:10.1177/0270467617707079.
Klimawandel – Er ist real.

Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne für die Untersuchungen des Klimas empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie mindestens 30 Jahre. Es ist wichtig, Klima und Wetter zu unterscheiden: Wetter charakterisiert ebenfalls den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort/Gebiet, betrachtet aber viel kürzere Zeiträume.
Eine weltweit auftretende Veränderung des Klimas auf der Erde bezeichnet man als Klimawandel. Die mit dem Klimawandel verbundene Abkühlung oder Erwärmung kann über unterschiedliche lange Zeiträume erfolgen. Die gegenwärtige, vor allem durch die Menschheit verursachte (anthropogene), globale Erwärmung ist ein Beispiel für einen sehr rasch verlaufenden, aber noch nicht abgeschlossenen Klimawandel. Die globale Erwärmung kann mit unzähligen Daten belegt werden; die Aussagen beruhen auf einer großen Anzahl voneinander unabhängiger Messungen und Datenanalysen der letzten Jahrzehnte von vielen Forschungsteams überall auf der Welt. Sie alle zeigen dieselbe Entwicklung: dass sich die Erde seit einigen Jahrzehnten signifikant erwärmt.
Die Nationale Ozean- und Atmosphären-Behörde der USA (National Oceanic and Atmospheric Administration [NOAA]), der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change [IPCC]) und andere Institutionen tragen für ihre jeweiligen Klimaberichte die Daten von hunderten Klimawissenschaftler*innen zusammen und erstellen damit regelmäßig einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand. In den Berichten werden verschiedene Schlüsselindikatoren für die globale Erderwärmung und deren langjährige Entwicklungen genannt.
- globale oberflächennahe Durchschnittstemperatur der Luft: seit 1880 ist die globale Durchschnittstemperatur jedes Jahrzehnt gestiegen, nach 1981 hat sich das Tempo des Anstiegs mehr als verdoppelt. Die Durchschnittstemperatur im Jahr 2025 war 1,43 °C (± 0,13 °C) über dem vorindustriellen Niveau. Die letzten elf Jahre, also 2015 – 2025, waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. [1]
- Temperatur des Oberflächenwassers der Meere: Seit den späten 1970er Jahren waren die Temperaturen der Weltmeere in jedem einzelnen Jahr überdurchschnittlich warm, bezogen auf die Durchschnittstemperatur im Zeitraum 1901-2000; im Jahr 2024 war die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur der Ozeane um 0,95 °C höher als im gesamten 20. Jahrhundert. [2]
- der Wärmegehalt der Ozeane: Ein großer Teil der zusätzlichen Wärme (etwa 90 %), wird von den Ozeanen aufgenommen. Die erhobenen Daten zeigen seit Beginn der Erhebung (1960) eine signifikante Zunahme der Wärmemenge in den Ozeanen, wobei die Zunahme auch hier an Tempo gewinnt: die Erwärmungsrate war in den letzten beiden Jahrzehnten (2005 – 2025) mehr als doppelt so hoch (11 – 12,2 ZJ pro Jahr) als die im Zeitraum 1960 – 2005 (3 – 3,9 ZJ/a). Im Jahr 2025 erreichte der Wärmegehalt der Ozeane den bisher höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. [3]
- der Anstieg des Meeresspiegels: Pegeldaten und seit Anfang der 1990er Jahre auch Messungen per Satellit belegen einen deutlichen Anstieg seit Ende des 19. Jahrhunderts. Der mittlere globale Meeresspiegel ist zwischen 1901 und 2018 um 20 cm gestiegen. Und zwar mit einer Geschwindigkeit von 1,3 mm/a zwischen 1901 und 1971, mit 1,9 mm/a zwischen 1971 und 2006 und 3,7 mm/a in den Jahren 2006 bis 2018. [4]
- Schwund von Festlandeis und Schneedecke: Im Zeitraum 2002 bis 2022 verlor das Grönländische Eisschild durchschnittlich ca. 255 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. [5] Der westliche Teil des antarktischen Eispanzers zeigt ebenfalls starke Verluste; seit 2006 gehen dort etwa 155 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verloren. [6] Auch die meisten Gebirgsgletscher schrumpfen; die globale Gesamtmasse hat seit 1980 deutlich abgenommen. Im Durchschnitt verschwand seitdem eine Eisschicht von mehr als 20 Metern Dicke. [7] Auch die Dauer der Schneebedeckung ist in vielen Regionen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. [8]
- Versauerung der Ozeane + Absterben der Korallenriffe: Das Meerwasser nimmt CO2 aus der Luft auf, dabei bildet sich im Wasser Kohlensäure, der pH-Wert sinkt. Diese Entwicklung bedroht vor allem im Zusammenwirken mit der Ozeanerwärmung und Sauerstoffmangel zahlreiche kalkbildende Meereslebewesen wie Korallen, Muscheln und Krebse. Dabei wird nicht nur die Schalenbildung beeinträchtig, sondern auch die Fortpflanzung und allgemeine Leistungsfähigkeit. [9] Die Biodiversität sinkt und mit den absterbenden Korallenriffen gehen wichtige Lebensräume verloren.
Diese und weitere Indikatoren belegen unabhängig voneinander die fortschreitende globale Erwärmung.
[1] World Meteorological Organisation, 2026: State of the Global Climate 2025. WMO-No. 1391. ISBN 978-92-63-11391-7, https://doi.org/10.59327/WMO/S/CRI/SOC/1.
[2] National Oceanic and Atmospheric Administration, Climate Monitoring, Global Time Series, Durchschnittliche Temperaturabweichungen der Oberflächentemperatur der Ozeane, Climate at a Glance | National Centers for Environmental Information (NCEI).
[3] World Meteorological Organisation, 2026: State of the Global Climate 2025. WMO-No. 1391. ISBN 978-92-63-11391-7, https://doi.org/10.59327/WMO/S/CRI/SOC/1.
[4] IPCC, 2023: Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung. In: Klimawandel 2023: Synthesebericht. Beitrag der Arbeitsgruppen I, II und III zum Sechsten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen [Kernschreibteam, H. Lee und J. Romero (Hrsg)]. IPCC, Genf, Schweiz, S. 1–34. Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle, Bonn; Die Luxemburger Regierung, Luxemburg; Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Wien; Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, ProClim, Bern; April 2024. doi: 10.48585/zmsz-dn82
[5] NSIDC 2025 – https://nsidc.org/ice-sheets-today/melt-data-tools
[6] IPCC 2019 – https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/sites/3/2022/03/01_SROCC_SPM_FINAL.pdf
[7] WGMS 2024 – https://wgms.ch/latest-glacier-mass-balance-data/
[8] IPCC 2019 – https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/sites/3/2019/11/04_SROCC_TS_FINAL.pdf
[9] IPCC 2022 – https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/downloads/report/IPCC_AR6_WGII_FullReport.pdf
Wie groß ist Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck?

Klimaschutz ist wichtig und eine Aufgabe für jede gesellschaftliche Ebene. Global, national, für uns als Stadt aber auch auf der persönlichen Ebene. Und auch persönlicher Klimaschutz macht viel mehr Spaß, wenn die Erfolge sichtbar werden. Das lässt sich ganz einfach bewerkstelligen, indem man eine persönliche CO2-Bilanz, auch bekannt als CO2-Fußabdruck, erstellt.
Das Umweltbundesamt (UBA) bietet online einen CO2-Rechner an, mit dem Sie Ihren Fußabdruck berechnen können. Angeboten werden ein CO2-Schnellcheck und der ausführliche Rechner. Das Ganze dauert 5 – 15 Minuten.
Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, in welchem Bereich Sie am meisten Emissionen erzeugen und vermittelt damit auch einen ersten Überblick, wie Sie Ihren persönlichen Fußabdruck ganz gezielt verkleinern können. Da die einzelnen Schritte Zwischenergebnisse berechnen, können Sie auch abschätzen, wieviel Einsparungen Sie mit Ihren eigenen Klimaschutzmaßnahmen erreichen können.
Hier gelangen Sie zum Rechner: UBA CO2-Rechner
Wer sich gern belesen möchte, erhält in diesem Text Hintergrundinformationen zum UBA-CO2-Rechner.
Rückschau auf die Einwohnerversammlung
anregende Diskussionen und konstruktive Vorschläge beim Maßnahmen-Workshop
Im Zuge der Einwohnerversammlung im Oktober durfte ich zusammen mit dem Team vom Kommunalen Entwicklungsmanagement (KEM) den Inhalt und erste Ergebnisse des Projekt zur Erstellung des städtischen Klimaschutzkonzepts vorstellen. Im Anschluss daran haben wir einen sehr konstruktiven, freundlichen und ideenreichen Workshop zur Gestaltung des Maßnahmenkatalogs durchgeführt. Der Maßnahmekatalog ist im Grunde das Herzstück des entstehenden Konzepts; in ihm stehen die Aufgaben auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität für die nächsten Jahre.
Auf Wunsch der Beteiligten möchte ich hier folgend die Präsentationen und den Maßnahmenkatalog Ihnen zur Verfügung stellen. Bitte beachten Sie, dass es sich beim Maßnahmenkatalog um einen Entwurf handelt, an dem in den nächsten Wochen noch gearbeitet wird, bevor er in das Klimaschutzkonzept eingebaut wird.
Des Weiteren stelle ich hier die Links ein, auf die in den Präsentationen Bezug genommen wurde.
Klimadashboard Ebersbach-Neugersdorf | Klimadashboard.de – zeigt Auswirkungen der Klimakrise, Hauptverursacher für Treibhausgasemissionen, die Entwicklung in der Energiewende und anderes für Regionen und Gemeinden
EO Solar - zeigt das Solardach-Potenzial, Anteil tatsächlich installierter Nettoleistung am Potenzial sowie den Anteil an Gebäuden mit PV an Gesamtgebäuden.
Solarkataster Sachsen - Potenzial für PV-Anlagen auf einzelnen Gebäuden. Wer mit dem Gedanken spielt, eine PV-Anlage zu installieren, kann hier einen ersten Eindruck zur installierbaren Leistung und mögliche Erträge gewinnen.
Einladung zur Einwohnerversammlung
Schwerpunktthema der kommenden Einwohnerversammlung wird unser Projekt zum Klimaschutzkonzeptes sein
Im Rahmen der kommenden Einwohnerversammlung haben wir die Möglichkeit, Ihnen das Projekt vorzustellen und mit Ihnen gemeinsam am Inhalt des Klimaschutzkonzeptes zu arbeiten.
Die Einwohnerversammlung findet statt am 27. Oktober 2025, 18:00 Uhr, in Rößlers Ballsaal, Rudolf-Breitscheid-Straße 32, 02727 Ebersbach-Neugersdorf.
Sie sind herzlich eingeladen!
Der Ablauf ist wie folgt geplant:
- Überblick über Projekt und Inhalt des städtischen Klimaschutzkonzeptes
- Ergebnisse der Datenerhebung und -analyse
- Vorstellung möglicher Potentiale und Maßnahmenansätze
- Workshop: Gemeinsame Erarbeitung und Priorisierung von Maßnahmen zur klimafreundlichen Stadtentwicklung
Wir bitten Sie um Ihre Mitwirkung als Einwohner und Einwohnerinnen, Gewerbetreibende, Unternehmer und Unternehmerinnen oder ehrenamtlich engagierte Bürger. Kommen Sie mit uns ins Gespräch und gestalten Sie Ihre Stadt mit. Wir fragen nach Ihren Einschätzungen, Schwerpunkten und Prioritäten.
Ideenlandkarte zu Klimaschutz und Klimaanpassung
Bringen Sie Ihre konkreten Vorschläge und Ideen für mehr Klimaschutz und bessere Klimaanpassung direkt am gewünschten Ort an oder unterstützen Sie die Ideen anderer. Nehmen Sie teil und gestalten Sie unsere Stadt mit!
Wie es funktioniert? ► auf den Link unten klicken; damit werden Sie auf das sächsische Beteiligungsportal und unsere Ideenlandkarte geleitet. Dann auf „Ihre Meldung“ klicken, den gewünschten Ort auf der Karte im Stadtgebiet Ebersbach-Neugersdorf anklicken und darunter die Meldung ausfüllen. Zum Abschluss auf „Meldung absenden“ klicken. Fertig!
Veröffentlichte Meldungen sind für alle sichtbar und können unterstützt und/oder kommentiert werden.
Die Ideenlandkarte ist bis 30. September 2025 aktiv. Ihre Beiträge werden im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzepts der Stadt Ebersbach-Neugersdorf berücksichtigt, indem sie entweder Eingang in den Maßnahmenkatalog finden oder in der Ideensammlung für die Umsetzung in übergeordneten Projekten aufbewahrt werden.
Wir freuen uns auf Ihre Ideen!
https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/ebersbach-neugersdorf/beteiligung/themen/1054419
ACHTUNG: Falls Sie konkrete Mängel, wie etwa wilde Mülldeponien oder ausgefallene Straßenbeleuchtung melden möchten, nutzen Sie bitte die Mängelmeldefunktion unter: Anzeige von illegale Müllablagerungen.
Umfrage zu Klimaschutz und Klimaanpassung
Bringen Sie Ihre Meinung und Einschätzung zu verschiedenen Themenbereichen rund um den städtischen Klimaschutz ein mit der Beantwortung unserer Umfrage. Sie unterstützen uns damit bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes.
Update: Die Umfrage ist am 31. August 2025 abgelaufen. Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben!
Wichtiger Bestandteil der kommunalen Klimaschutzarbeit ist die Beteiligung der Bürgerschaft. Die Umfrage ist der Beginn eines Prozesses, in dem Sie als Bürgerinnen und Bürger gebeten werden, Ihre Meinung, Ihre Einschätzung und Gestaltungsideen einzubringen, damit unsere Arbeit, der Maßnahmenkatalog aber auch die angebotenen Informationsveranstaltungen den lokalen Anforderungen und Gegebenheiten gerecht werden.
Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und helfen uns mit der Beantwortung der Fragen dabei, den Klimaschutz in der Stadt zu verbessern.
Start frei für mehr Klimaschutz
Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen uns alle in verschiedenen Bereichen unseres Lebens. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Stürme, Hitze und Dürren erhöhen die Gefahren und Risiken für unsere Lebensgrundlagen, unsere Ernährungssicherheit und unsere Gesundheit in erheblichem Maß. Anpassungen an die Folgen des Klimawandels aber vor allem ein wirksamer Klimaschutz gehören deshalb zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben der heutigen Zeit.
Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf stellt sich ab dem 01. Juni 2024 dieser Aufgabe mit dem Projekt „Erstvorhaben Klimaschutzmanagement“ und intensiviert damit ihre Bemühungen im Klimaschutz, um auf lokaler Ebene ihren Beitrag zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele bzw. dem Pariser Klimaschutzabkommen zu leisten.
In dem auf zwei Jahre befristeten Projekt geht es aktuell darum, mit einer Bestandsanalyse die Basis zu erarbeiten auf der alle weiteren Aktivitäten aufbauen. Unter anderem fließen hier die bisherigen Klimaschutzaktivitäten der Stadt ein und es wird eine aktuelle Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt. Im Folgenden können dann Einsparpotenziale erkannt und Maßnahmen und Strategien entwickelt werden. Mit den Ergebnissen der Treibhausgasbilanz und der Potenzialanalyse geht es an die Öffentlichkeit, um mit Ihnen, der Bürgerschaft der Stadt, gemeinsam über passende Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen nachzudenken und zu diskutieren. Das Ergebnis wird ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt sowie für die Stadtverwaltung sein, das Strategie und Wege aufzeigt, wie die Stadt Ebersbach-Neugersdorf klimafreundlicher und auf lange Sicht treibhausgasneutral werden kann.
Die Bürgerinnen und Bürger von Ebersbach-Neugersdorf sind herzlich eingeladen, sich aktiv am Prozess zu beteiligen. Haben Sie Ideen, an welchen Stellen die Stadt klimafreundlicher werden sollte? Oder Vorschläge für konkrete Maßnahmen oder Themenabende rund um den Klimaschutz oder Klimaanpassung?
Dann nehmen Sie Kontakt auf mit:
Frau Annekathrin Kluttig
Klimaschutzmanagerin
annekathrin.kluttig@~@ebersbach-neugersdorf.de
Kommunales Energiemanagement in der Stadt (KEM)
Seit 2015 hat die Stadt Ebersbach-Neugersdorf ein kommunales Energiemanagement eingeführt. Das KEM umfasst sowohl nichtinvestive wie z. B. Anpassung der Heizungseinstellungen an das Nutzerverhalten, Überprüfung von Verträgen, Ausschreiben von Lieferverträgen (Gas und Strom) als auch geringinvestive Maßnahmen wie Pumpenwechsel an den Heizungsanlagen oder Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen Über Fördermittel aus dem Bereich des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE - Richtlinie Klima 2014) konnten ein externer Energiecoach für Beratungsleistungen finanziert, eine Software zur Erfassung der Mediendaten und deren Auswertung sowie verschiedene Messgeräte zur Heizungsoptimierung angeschafft werden. Im Jahr 2018 wurden Luftampeln, die bei zunehmenden CO2 – Gehalt in der Luft durch Umschalten von grün über gelb auf rot anzeigen, dass gelüftet werden muss, erworben werden. Diese sollen in den beiden Grundschulen und den Horten zum Einsatz kommen. Für die Jahnturnhalle im OT Neugersdorf wurden voreingestellte Thermostatventile über das Programm gekauft und installiert. Insgesamt konnten im Zeitraum von 2015 bis 2018 18.264,00 € an Fördermitteln abgerufen werden. Der Bewilligungszeitraum endet am 30.06.2019. Trotzdem soll das das Kommunale Energiemanagement weitergeführt werden.
Folgende Maßnahmen wurden bisher umgesetzt (Auszug):
• Erarbeitung einer Dienstanweisung Energie
• Hausmeisterschulung
• nach durchgeführten Messungen – Anpassung der Heizungseinstellungen an das Nutzerverhalten im Verwaltungsgebäude, Weberstr., in der Jahngrundschule, im Sanitärgebäude auf dem Sportplatz am Schlechteberg, im Treff 47, im Rathaus an der Reichsstraße und im Hort „Fichtequirle“.
• Anpassung der Laufzeiten aller Stromlieferungsverträge an das Geschäftsjahr
• Überprüfung sämtlicher Fernwärme-, Gas- und Stromlieferungsverträge – hier konnten pro Jahr durch Anpassungen und Umstellungen ca. 37.000,00 € eingespart werden
• ein Teil der eingesparten Mittel wurde in den Doppelhaushalt 2017/18 aufgenommen und für weitere Einsparmaßnahmen zur Verfügung gestellt, u. a.:
• Heizungsoptimierung im Verwaltungsgebäude Weberstraße 22 durch Einbau hocheffizienter Wärmepumpen – hier wurde eine 30% - ige Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) in Anspruch genommen -
• Umrüstung der gesamten Beleuchtung auf LED im Verwaltungsgebäude an der Weberstraße, in der Turnhalle der Jahngrundschule und in der Jahnturnhalle Neugersdorf
Andreas Köhler, Energiemanager
Erneuerbare Energie sichtbar gemacht

09.01.2020
Seit Mitte letzten Jahres wird die Photovoltaik-Anlage auf der Andert-Oberschule im Ortsteil Ebersbach durch die Stadtwerke Oberland GmbH betrieben. Hierdurch wird ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz im Stadtgebiet geleistet.
Damit auch die Schüler an das Thema herangeführt werden, wurde eine Anzeigetafel im Foyer der Schule installiert, die sowohl den Tagesverlauf, als auch die Tages- und Monatserträge der Photovoltaik-Anlage visualisiert. Gleichzeitig dient sie als Infotafel, auf der wichtige Themen veröffentlicht werden können.
Darüber hinaus wird die Tafel als Werbefläche zur Verfügung gestellt. Neben der Werbung für die eigenen Produkte ist dies eine sehr gute Möglichkeit, die Schüler auf regionale Unternehmen in einem positiven Kontext aufmerksam zu machen. Unternehmen, die eine Lehrlingsausbildung anbieten, sollten von der Positionierung profitieren.
Über die Stadtwerke Oberland GmbH kann hierfür ein Werbevertrag abgeschlossen werden.
Bei Interesse bitten wir um Rückmeldung unter info@~@swoberland.de