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Brachenrevitalisierung
Auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die "Durchführung und Förderung von Maßnahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen" können bewilligte Abbruch- und Revitalisierungsarbeiten dank Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) während der Förderperiode 2007-2013 vorgenommen werden.
Ziel ist es, durch Beseitigung von Brachflächen die Kommune bei der nachhaltigen Stadtentwicklung zu unterstützen.
Zur Verringerung des kommunalen Eigenanteiles wurde bei einigen Vorhaben
Mittel aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) bewilligt. -
Abbruch und Revitalisierung "Pfeifen-Baier", OT Neugersdorf
Die Stadt konnte am 28.02.2012 den Brachenkomplex Ernst-Thälmann-Straße 16, 16a und 16b beim Amtsgericht in Görlitz im Zwangsversteigerungsverfahren erfolgreich ersteigern. Der Abbruch der Industriebrache ist Bestandteil des von der Stadt Neugersdorf im Jahr 2008 beschlossenen Maßnahmeplanes zur Industriebrachenrevitalisierung im Zeitraum 2008 – 2013.
Der Abbruch ist für 2013 vorgesehen; sofern die Fördermittel bewilligt werden. Die Stadt wird jetzt erste Maßnahmen zur Verkehrssicherungspflicht veranlassen und den Fördermittelantrag, der seit 2008 bei der Landesdirektion Sachsen vorliegt, entsprechend qualifizieren (der Eigentumsnachweis ist eine der Grundvoraussetzungen für die Bewilligung von Fördermitteln).Realisierung: 2013
Investitionsvolumen: 340.000,00 €
Zuwendung (beantragt):
255.000,00 € (EFRE) +
51.000,00 € (Bund/Land)Historie:
1878 errichtete Carl August Gocht ein Umgebindehaus als Wohnhaus mit Ladengeschäft. Die Schuhwarenfabrikation im Anbau war die ,,Erste Oberlausitzer Schuhfabrik mit Dampfbetrieb".
Nach Übernahme des Grundstückes durch die Erben von Carl August Gocht wurde ein großer Teil der Räume an die Firma Helbig & Winkler, Samtmalerei vermietet die sich später Max Helbig Textilspritzerei und
-malerei nannte.
Ab 1960 stellte die Firma Anton Baier & Söhne Textilspulen für Webmaschinen her. 1972 folgte die Verstaatlichung in den VEB Spulenfabrik Neugersdorf und die Angliederung an den VEB Lausitzer Holzindustrie Ringenhain. Die freistehende Werkhalle nutzte der Vulkanisierbetrieb Bernhard Kümpfel.
1990 wurde die gesamte Produktion eingestellt. Das Grundstück wurde an den ursprünglichen Eigentümer zurückübertragen und 2002 an eine Privatperson verkauft.
Eine sinnvolle Nutzung erfolgte nicht mehr, Werterhaltungsarbeiten blieben aus.

Wohn-, Büro- und Fabrikgebäude an der
Ernst-Thälmann-Straße 16; der Abbruch ist 2013 geplant.
Das südlich gelegene Wohnhaus
Ernst-Thälmann-Straße 16a wurde 1885 gebaut.
1895 wurde der eingeschossige Verbindungsbau gebaut; hier waren vorwiegend Büroräume untergebracht.
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Abbruch und Revitalisierung "Herrenmode" und "Spiegelfabrik", OT Neugersdorf
Industrie- und Wohngebäude (ehemaliger VEB Herrenmode Dresden)
Rudolf-Breitscheid-Straße 35aIndustriegebäude (ehemaliger VEB Oberlausitzuer Möbelfabrik)
Rudolf-Breitscheid-Straße 37aRealisierung: 2010 - 2012
Zuwendung (bewilligt):
300.000,00 € (EFRE) +
60.000,00 € (Bund/Land)Historie:
Auf dem 3.890 m² großen Flurstück Rudolf-Breitscheid-Straße 35a, waren u.a. die- VEB Mädchenbekleidung und Tapisserie Großröhrsdorf
- VEB (K) Kraftfahrzeugteile
- Gelenkwelle Neugersdorf
- VEB Herrenmode Dresden - Werk Neugersdorf
angesiedelt.
Auf dem 3.105 m² großen Flurstück Rudolf-Breitscheid-Straße 37a erweiterte 1890 die ortsansässige Textikfabrik "Gebrüder Hoffmann" ihren Betrieb.
Von 1941 bis 1991 befand sich die Spiegelfabrik der VEB Oberlausitzer Möbelwerke auf dem Grundstück.
1997/98 hatte sich ein Schrotthandel und Containerdienst angesiedelt.
Danach stand das Gebäude bis zu seinem Abbriss im November 2011 leer.Über beide Flurstücke verläuft von Südost nach Nordwest der z.Zt. noch geschlossene Färbergraben. Im Zuge der Revitalisierung soll er geöffnet werden, denn er entwässert den oberen Stadtteil vom OT Neugersdorf über die Spree in die Nordsee.
Das Ende der Revitalisierungsmaßnahme ist für das II. Quartal 2012 geplant. Es soll u.a. auch einen Bienenweide darauf entstehen.

Wohn- und Garagengebäude an der Rudolf-Breitscheid-Straße 35a vor dem Abbruch.
Produktionsgebäude Rudolf-Breitscheid-Straße 35a vor dem Abbruch im November 2011.Ansicht zum Abbruchbeginn an der Rudolf-Breitscheid-Straße 37a im November 2011.
Rudolf-Breitscheid-Straße 37a am 18. Januar 2012.
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Abbruch und Revitalisierung Robert Kuner KG, OT Ebersbach/Sa.
Wohn- und Fabrikgebäude, Bautzener Straße 55, OT Ebersbach
Realisierung: Mai bis Juni 2012
Zuwendung: 247.725 € (EFRE)Historie:
1890 eröffnete Robert Kuner eine Schlosserei mit Dampfbetrieb.
1912 kam ein Fabrikgebäude und das Wohnhaus auf dem Grundstück dazu. Der Betrieb hieß nun „Maschinenfabrik Robert Kuner“.
Ab 1964 hieß die Firma Robert Kuner KG – Maschinen- und Apparatebau.
1996 wurde die Gesamtvollstreckung eröffnet.
2011 wird die ehemalige Fabrik und das Wohnhaus abgerissen.Da das Grundstück im Überschwemmungsbereich der Spree liegt, darf künftig keine Bebauung mehr erfolgen. Geplant ist eine Grünfläche, auf der die meisten vorhandenen Bäume erhalten werden.

ehemalige Sicht von der B96, Bautzener Straße
ehemalige Sicht von der Mühlstraße
Impression während des Abbruchs
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Abbruch und Revitalisierung dreier Industriebauten
"LAUTEX", OT NeugersdorfShedgebäude (inkl. Klärhaus und Klärbecken), Färbereigeäude und Klinkerbau
Ernst-Thälmann-Straße 38, OT NeugersdorfRealisierung: 2010 - 2012
- Shedgebäude 2010
- Färbereigebäude und Klinkerbau 2011
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Klärhaus und -becken
Zuwendung:
1.032,053,83 € (EFRE) +
206.410,77 € (Bund/Land; "Aufwertung Stadtumbau Ost"(Land)Historie:
1809 erwarb Carl Gottlieb Hoffmann das noch heute vorhandene Stammhaus um Webblätter zu binden (daher der Name "Blattbinder").
1834 begann die fabrikmäßige Textilproduktion, ab 1855 mit Dampfantrieb.1946 wurde der Betrieb - durch Volksentscheid - enteignet.
1971 entstand durch Zusammenschlüsse der Großbetrieb VEB Oberlausitzer Textilbetriebe mit Sitz in Neugersdorf; zu Spitzenzeiten waren 15.000 Arbeitnehmer in 46 Betrieben beschäftigt.Nach 1990 wurde das Unternehmen privatisiert, geteilt und zerschlagen. Es wurden erste Teilabbrüche von maroder Bausubstanz vorgenommen. 2005 erfolgt die endgültige Schließung.

Das Shedgebäude der ehemaligen VEB LAUTEX
vor dem Abbruch.Nach dem Abbruch wird die Basilika Maria-Hilf
in Filipov (CZ) wieder sichtbar.
Der Klinkerbau vor dem Abbruch im März 2011

Abbruch des Klinkerbaus im August 2011
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Abbruch und Revitalisierung Gaststätte "Nussbaum",
OT NeugersdorfGaststätte, Martin-Luther-Straße 18, OT Neugersdorf
Realisierung: März bis Mai 2010
Zuwendung:
37.441,82 € (EFRE) +
7.488,36 € (Land)
Historie:
1880 wurde im "Zum Nussbaum" das erste Mal gewerblich Bier ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt die Gastätte allerdings erst 1909. Von 1939 bis 1950 hieß sie allerdings "Bürgergarten".Ca. 1988 wurde die Gaststätte geschlossen und stand seitdem leer.

Die ehemalige Gaststätte vor dem Abbruch

Impression nach der Revitalisierung im Juni 2010
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Abbruch und Revitalisierung "Massa", OT Neugersdorf
Industriegebäude, Schillerstraße 18, OT Neugersdorf
Realisierung: 2009 - 2010
Zuwendung:
552.206,97 € (EFRE) +
110.441,39 € (Bund/Land; "Aufwertung Stadtumbau Ost" (Land)Historie:
Der Komplex wurde als Textilfabrik "Neumann & Bartsch" Anfang des 20. Jahrhunderst erbaut.
Zu DDR-Zeiten gehörte er zur VEB LAUTEX und nach 1990 siedelte sich das Handelsunternehmen MASSA an. Seit deren Schliessung 1995 stand das Gebäude leer.
Das "Massa"-Gebäude vor 2009
Impression nach der Revitalisierung 2010 -
Abbruch und Revitalisierung "alte Gießerei", OT Neugersdorf
Industriegebäude (ehemalige Gießerei), Dr.-Robert-Koch-Straße 2-4, OT Neugersdorf
Realisierung: 2009 - 2010
Zuwendung:
209.816,02 € (EFRE) +
41.963,21 € (Bund/Land; "Aufwertung Stadtumbau Ost" (Land)Historie:
1879 baute Carl Adolf Roscher eine Fabrik zur Herstellung von Webstühlen. 1899 wurde die eigene Eisengießerei errichtet.
1939 wurde der 200.000 Webstuhl seit der Gründung produziert und danach auf Rüstungsproduktion gewechselt.
In den 50er Jahren konnte die traditionelle Produktion als VEB weitergeführt werden. 1973 erfolgte der Zusammenschluss zum VEB Textilmaschinenbau Neugersdorf.
Nach 1990 gründete sich ein neues Maschinenbauunternehmen auf dem Gelände; gleichzeitig wurde bereits marode Bausubstanz abgebrochen.

Die Gießerei vor 2009
Schautafeln erinnern nach Abschluß der Arbeiten auf der rekultivierten Fläche an den ehemaligen Industriestandort; Juni 2010

